Alle Jahre wieder: Unsichere Passwörter allzu beliebt

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Unsere Tipps zur sicheren Passwortwahl!

Die „Charts“ des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) zeigen jedes Jahr erneut, dass unzählige Nutzer auf simple Passwörter vertrauen, die ebenso leicht zu merken wie zu knacken sind. „123456“ steht dabei unangefochten an erster Stelle. Allerdings ist es nicht allzu schwer, ein starkes Passwort zu erstellen um Sicherheitsrisiken zu vermeiden – wir zeigen Ihnen wie. Denn was jeder wissen sollte: Sichere Passwörter sind wichtig!

„123456“ ein sicheres Passwort?

Nein – diese Frage ist leicht zu beantworten. Die Passwortwahl und der Umgang mit Kennwörtern ist weiterhin ein bedenkliches, unzureichend beachtetes Thema. Das zeigt ein Ranking der beliebtesten Passwörter in Deutschland im Jahr 2020: Höchst unsichere Zahlenreihen oder gängige Tastatur-Muster befinden sich nach wie vor auf den Spitzenplätzen. Die Vielzahl an Diensten und Programmen, die Internetuser tagtäglich nutzen, verleiten außerdem dazu ein und dasselbe Passwort mehrfach zu verwenden. Das erhöht zusätzlich die Gefahr von Datenmissbrauch.

Sichere Passwörter sind wichtig: Sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich

Auch für Unternehmen ist die Passwortstärke ein wichtiger Faktor für die IT-Sicherheit. Besonders jetzt, da sich im Zuge der Corona Pandemie die Arbeit aus dem Home-Office zu einem wahrlichen Trend entwickelt hat, bieten sich dahingehend zusätzliche Angriffsflächen für Cyberkriminelle.

Generell ist es eine große Herausforderung für Unternehmen, IT-Sicherheit im Home-Office vollständig zu gewährleisten. Die Sicherheitsbedenken werden durch den viel zu leichtsinnigen Umgang mit Passwörtern verstärkt. Nutzer verlassen sich häufig auf einfache, offensichtliche Kennwörter. Simple Aneinanderreihungen wie „123456“ oder „hallo123“ sind zwar leicht zu merken aber ebenso leicht zu erraten und zu knacken! Mit solchen bekannten Zeichenfolgen, kurzen Passwörtern, Tastatur-Mustern und Wörtern aus dem Wörterbuch haben Hacker ein leichtes Spiel.

Einfache und oft mehrfach verwendete Zugangsdaten bieten keinesfalls den erforderlichen Schutz und stellen eine große Gefahr sowohl für persönliche als auch für Unternehmensdaten dar.

Nutzen Sie den Online Sicherheitscheck des Hasso-Plattner-Instituts

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) mit Sitz in Potsdam veröffentlicht jährlich die meistgenutzten Passwörter des Jahres in Deutschland. Der HPI Identity Leak Checker dient dabei als Datenbasis – eine riesige Datenbank mit geleakten Zugangsdaten. Mit Hilfe dieser Daten analysiert das HPI seit Jahren die durch Schwachstellen bekannt gewordenen Passwörter und ermittelt dabei auch die Häufigkeit des Vorkommens. Daraus entsteht die Liste der beliebtesten Passwörter.

Jeder kann sich selbst den Online Sicherheitscheck des HPI kostenlos zu Nutze machen und überprüfen, ob ein Datendiebstahl vorliegt. Durch die Eingabe der E-Mail-Adresse im Identity Leak Checker lässt sich ermitteln, ob Identitätsdaten frei im Internet kursieren und missbraucht werden können.

Auch für Unternehmen bietet das HPI eine passende Lösung: Der kostenpflichtige Identity Leak Checker Desktop Client unterstützt Unternehmen bei der kontinuierlichen Überwachung der eigenen Domäne. Mehr Infos dazu unter https://sec.hpi.de/ilc.

Das Ranking – unsichere Passwörter allzu beliebt

Das diesjährige Ranking des HPI zeigt „123456“ abermals an oberster Stelle der beliebtesten Passwörter in Deutschland. Weitere Zahlen- und Buchstabenreihen oder gar das vertraute „passwort“ erfreuen sich großer Beliebtheit.

Das sind die Top 10 deutscher Passwörter:

  1. 123456
  2. 123456789
  3. passwort
  4. hallo123
  5. 12345678
  6. ichliebedich
  7. 1234567
  8. 1234567890
  9. lol123
  10. 12345

Quelle: Hasso-Plattner-Institut

Das sollten Sie bei der Passwortwahl beachten

Um Risiken zu vermeiden und ausreichenden Schutz zu erhalten, beachten Sie die folgenden Tipps zur Passwortwahl.

Generell gilt: Ein Passwort sollte individuell und komplex sein und je länger desto besser.

Das HPI empfiehlt Passwörter mit mindestens 15 Zeichen. Dabei sollten möglichst viele Zeichenklassen verwendet werden. Eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen macht ein starkes Passwort aus. Durch regellose Anordnung der Zeichen entstehen möglichst kryptische Kombinationen.

Einfache Wörter aus dem Wörterbuch sind unbedingt zu vermeiden. Verzichten Sie auch auf persönliche Daten wie Namen von Familienmitgliedern, Haustieren oder deren Geburtsdaten.

Ist das Passwort einmal erstellt, sollte es ausschließlich für einen einzigen Dienst verwendet werden. Eine Mehrfachverwendung senkt die Passwortsicherheit erheblich. Verwenden Sie für zusätzliche Sicherheit außerdem wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Wer einen besseren und bequemen Überblick über seine Vielzahl an Passwörtern behalten will, greift einfach auf einen Passwortmanager zurück. Hier gibt es zahlreiche hilfreiche Programme, die bei der Verwaltung der persönlichen, komplizierten Kennwörter unterstützen. Dort werden die Passwörter verschlüsselt gespeichert und werden durch ein einziges Masterpasswort entsperrt. Wir empfehlen unter anderem folgende Passwortmanager:

  • KeePass
  • Dashlane
  • RoboForm
  • Stickypassword

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Einrichtung spezieller Firmentresore, womit beispielsweise ganz einfach Auto-Logins durchgeführt werden können.

Zusammenfassend empfiehlt das HPI Folgendes:

  • Möglichst lange Passwörter
  • Verwendung von verschiedenen Zeichenarten
  • Keine Wörter aus dem Wörterbuch
  • Keine Mehrfachverwendung bei unterschiedlichen Diensten
  • Verwendung von Passwortmanagern
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung

Quelle: Hasso-Plattner-Institut

Beachten Sie diese Punkte und vermeiden Sie so mögliche Sicherheitsrisiken! Haben Sie ein starkes, sicheres Passwort gewählt, ist es nicht notwendig dieses regelmäßig auszutauschen.

Sie haben weitere Fragen zu diesem Thema oder generelle Anliegen rund um die IT?

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